Reisebericht Ala

Aufgrund des 25 jährigen Unabhängigkeitstag ist ein großer Teil der Vereinsmitglieder nach Eritrea geflogen um diesem Fest beizuwohnen. Schnell stand der Entschluss fest, sich gemeinsam Projekte unseres Vereines vor Ort anzusehen.

27.05.2016

Am 27.05.2016 machten wir uns auf den Weg nach Ala, um uns ein Bild von unserem Wasserschlauch Projekt zu machen. Die Reise ging um 8.30Uhr los und neben unseren Mitgliedern wurden wir von anderen Hilfsorganisationen aus Schweden, Norwegen und Großbritannien begleitet. Diese Hilfsorganisationen sind ebenfalls Partner des in Eritrea ansässigen Vereins ENWVA und betreiben gemeinsam mit der ENWVA Projekte zur Unterstützung der körperbehinderten Menschen in Eritrea. Auf unserer Reise nach Ala machten wir zwei Zwischenstopps. Der erste Zwischenstopp war kurz vor der Großstadt Dekemhare. Hier hat man eine atemberaubende Aussicht. Umgeben von einer unverwechselbaren Landschaft hatten wir die Möglichkeit Gruppenfotos zu schießen. Der zweite Zwischenstopp war in einer Landschaft, die geprägt war von Felsen. Auf einem der Felsen war die Signatur der italienischen Kolonialherren zu sehen.

Nach zwei Stunden Fahrt haben wir um 10.30Uhr Ala erreicht. Da die Plantage, die wir besuchen wollten, nicht mit dem Bus erreichbar war, mussten wir das letzte Stück zu Fuß beschreiten. Angekommen auf der Plantage waren wir überwältigt von der Größe der Orangenplantage. Die Fläche erstreckt sich laut dem ENWVA Vorstand, der uns bei unserer Reise begleitet, über 21 Hektar. Er erzählte uns zudem, dass die Regierung dieses Grundstück 1993 aufgekauft hat und es dem Verein kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Die ENWVA könnte auf der Fläche unter idealen Bedingungen mehrere 10.000 Orangenbäume betreiben. Aufgrund der sehr schlechten Wetterlage sind jedoch nur 1.300 Bäume aktiv. Anfang des Jahres wurde ein neuer Brunnen fertiggestellt, der dafür sorgen soll, dass das Potenzial mehr ausgereizt wird. Wir hatten die Möglichkeiten zwei dieser Brunnen zu besichtigen. Wir waren erstaunt über das Volumen dieser 60m tiefen Brunnen. Das Wasser aus diesen Brunnen wird mit den Wasserschläuchen, die unser Verein aus Deutschland nach Eritrea gesandt hat, transportiert. Nach der Besichtigung der Brunnen konnten wir auf eigene Faust die Orangenplantage erkundigen und Orangen pflücken. Diese Orangen durften wir im Anschluss auch mit nach Asmara nehmen.

Um 13 Uhr wurden wir von dem ENVWA Verein zum Grillen eingeladen. Dies sollte ein Dankeschön an die Partnervereine sein und bot zugleich die Möglichkeit des Austausches der Vereine. So erfuhr man welche Projekte, die anderen Länder momentan betreiben und mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen haben. Zum krönenden Abschluss des Tages durften wir uns selbst von der hohen Qualität der Orangen überzeugen.

Um 16.30Uhr ging unsere Rückreise nach Asmara los. Auf dem Weg machten wir noch einen Zwischenstopp in Dekemhare um ein weiteres Projekt unseres Vereines anzusehen. In Dekemhare hatte eine Gruppe von 12 Körperbehinderten einen Mikrokredit zur Eröffnung einer Bäckerei erhalten. Die Bäckerei läuft inzwischen so gut, dass sie weitere Öfen gekauft hat und nun auch als Großhändler ihre Brötchen an andere Bäckereien verkauft. Einer der 12 Gründer war an diesem Nachmittag in der Bäckerei und bedankte sich für unsere Unterstützung. Er teilte uns mit, dass es nur durch unsere Hilfe möglich war, dass er und seine Partner heute selbstständig sind und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Im Anschluss unseres Gespräches führte er uns in seiner Bäckerei herum, zeigte uns die verschiedenen Abläufe der Brotmanufaktur und ließ uns am Ende der Besichtigung von seinen Brötchen kosten. Um 18.00Uhr ging es weiter nach Asmara.

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